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Wo sollte man ein Tier adoptieren?

by OVISTO Januar. 23, 18 3 Comments

Mein
erstes
Haustier

Wenn Sie nach Hause kommen und jemand wartet schon voller Freude auf Sie und begrüßt Sie herzlich, dann ist das ein wunderbares Gefühl. Und dieser Jemand ist in vielen Heimen ein Haustier. Ob klassisch Katze, Hund oder Kleintiere, aber vielleicht auch Exoten – ein Tier baut die Psyche eines Menschen nachweislich auf und so ist es verständlich, dass Sie auch gerne eines hätten. Doch wo holt man es und was gilt es zu beachten?

Verantwortung für ein Tier übernehmen

Ein Tier bei sich aufzunehmen bedeutet Verantwortung. Es muss gefüttert und gepflegt werden, man muss sich regelmäßig mit ihm/ihr beschäftigen und auch regelmäßige Tierarztbesuche und jegliche Kosten dahinter, vor einer Anschaffung bedenken. Wenn Sie sich für eine Tierart entschieden haben, helfen auch Internetforen, Magazine, o.ä. sich einen Überblick über die Haltungsweise und die damit verbundenen Kosten zu machen. Es sollte niemals eine leichtfertige Entscheidung sein und gut überlegt werden. Gerade die beliebten Jungtiere werden weit über 10 Jahre Ihr Leben begleiten und Ihren Alltag beeinflussen. Fragen Sie sich auch, wer sich um das Tier bei Abwesenheit kümmern kann und klären Sie dies vorher ab, um dann nicht vor bösen Überraschungen zu stehen. Weiterhin muss man abwägen ob es ein oder mehrere Tiere sein sollen. Sind sie täglich lange abwesend und das Tier eingesperrt, so empfiehlt sich oft ein zweiter Kamerad. Ansonsten kommt es auf den Charakter des Tieres an und wie sie sich in Ihrer Anwesenheit sich mit dem Schützling beschäftigen. Sind alle Bedenken beiseite geschafft, stellt sich nun die Frage, wo man das Tier holt.

Züchter / Zoofachgeschäft

Hat man sich auf eine bestimmte Rasse fokussiert, empfiehlt sich der Gang zu einem professionellen Züchter oder Zoofachgeschäft. Über Onlineanzeigen findet man sehr schnell in seiner Umgebung den passenden Anbieter und ein Kontakt ist oft recht zügig hergestellt. Gerade bei Hunden und Katzen sollte aber immer mit Vorsicht geschaut werden. Viele unseriöse Angebote mit günstigen Preisen locken gern den naiven Kunden an. Dahinter können organisierte Banden aus dem Ausland stecken, welche Welpen unter Qualen wie in einer Fabrik züchten, sie dann bei Kontakt „aus dem Auto heraus“ verkaufen und bei den Angaben „geimpft, entwurmt, kastriert und gechipt“ natürlich lügen. Die Gefahr hier ein krankes Tier zu erwischen ist sehr hoch, da zum Beispiel beim Verkauf von Hunden gerne Aufputschmittel verabreicht werden, um einen jungen, dynamischen Welpen präsentieren zu können.

Ein seriös gezüchtetes Rassetier kostet meistens mehr und sollte es Ihnen, sofern sie unbedingt ein Rassetier wünschen, auch wert sein. Es empfiehlt sich auch, den Züchter vor Ort zu besuchen und sich mit seinem neuen Schützling und seiner Aufzucht schon einmal vertraut zu machen. So haben sie ein konkretes Bild und können sichergehen, dass Sie hier eine artgerechte Zucht unterstützen.

Von Privat zu vermitteln

Leider passiert es noch viel zu oft, dass Haustiere nicht mehr gewollt werden oder wegen Schicksalsschlägen abzugeben sind. Auch werden Jungtiere aufgrund von ungewollten, plötzlichen Schwangerschaften immer wieder angeboten. Hier ist ein ähnliches Vorgehen wichtig. Den Anbieter vor Ort besuchen, um  sich mit dem favorisierten Tier bekannt zu machen und seine jetzige Umgebung anzuschauen. Lassen Sie sich auch Nachweise für Tierarztbehandlungen zeigen. Oft sind aber grundlegende Tierarztbehandlungen noch durchzuführen, welche für Sie als erste hohe Kosten anfallen. Aber so ersparen Sie einem Tier eventuell ausgesetzt zu werden oder im Tierheim zu landen.

Tierheim

Für manches Tier die Endstation, warten hier viele verschiedene Schützlinge auf ein neues Zuhause. Viel zu oft werden diese Tiere mit Krankheiten oder psychischen Auffälligkeiten abgeschrieben. Doch gerade hier werden überwiegend Tiere abgegeben, welche gesund und munter sind und aus ganz anderen Gründen nicht mehr in ihrem alten Heim leben dürfen / können. Sicher ist das Tierheim für Katze, Hund und Co. großer Stress und kann am Anfang durch zurückhaltendes, abwehrendes Verhalten an den Tag gelegt werden. Doch ändert sich das, sobald ein adoptiertes Tier sich in seinem neuen Zuhause eingelebt hat. Generell bekommt jeder Bewohner eines Tierheims eine komplette tierärztliche Untersuchung und wird (falls nicht schon erfolgt) kastriert, geimpft, entwurmt und gechipt. Besuchen Sie am besten mehrere Tierheime, denn die Qualität der Einrichtungen unterscheidet sich oft. Bei manchen werden Sie von den Mitarbeitern gut betreut, andere wechseln nur wenige Worte. Doch gerade die Pfleger kennen die Tiere und können bei der Suche unterstützen. Meist werden Sie aber nur zu den Tieren gelassen, wenn sie zeitnah eines adoptieren. Reservierungen sind nur sehr begrenzt möglich, da Kapazitäten knapp sind und jeder weitere Tag eine Belastung fürs Tier ist. Ist der richtige Begleiter fürs Leben gefunden fällt meist eine, im Vergleich zu Züchterpreisen, günstige Schutzgebühr an, die eine ernste Adoption absichern soll. Sie wird nicht, wie viele vermuten, zur Kostendeckung genutzt. Weiterhin bieten viele Tierheime eine Testphase an, in der, falls der Charakter des neuen Haustieres sich doch als nicht passend rausstellt, man gegen Rückgabe der Schutzgebühr das Tier wieder abgibt. Diese Option sollten sie aber als allerletzten Ausweg in Betracht ziehen. Bei Vorerkrankungen die das Tier aus dem Tierheim mitbringt, zeigen sich auch hier viele Einrichtungen kulant und übernehmen erste Tierarztrechungen.

Das Wichtigste

Eine Adoption aus dem Tierheim bietet für alle Seiten Vorteile und unterstützt, die Zahl der ausgesetzten Tiere zu verringern. Auch hier finden sich oft spezielle Rassen. Generell ist diese Option vor allen anderen zu empfehlen. Am Ende zählt, dass Ihr neues Haustier ein glückliches, gesundes und langes Leben bei Ihnen führen kann.

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