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Vergleich von smarten Lautsprechern

by OVISTO Januar. 29, 18 3 Comments

Echo
vs.
Home

„Entschuldigen Sie, das kann ich leider noch nicht.“ So oder so ähnlich klingen heute noch häufig die Antworten der smarten Lautsprecher, wie Amazon Echo und Google Home, die inzwischen auch die deutschen Haushalte immer mehr erobern. Dennoch taugen Sie etwas und viele kommen immer mehr ins Grübeln, welches Gerät sie sich in ihr Heim stellen sollen.

Die Hauptkonkurrenten

Ist die Entscheidung gefallen, dass ein smarter Lautsprecher angeschafft wird, so wählt man meistens zwischen Amazons „Echo“ mit Alexa oder Google’s „Home“ mit dem Google Assistant. Doch schon diese beiden Modellserien gibt es in verschiedenen Ausführungen, welche sich aber gut unterteilen lassen: Standard, Mini und Spezial. „Mini“ – erklärt der Name schon von selbst – sind kompakte Versionen, welche überall Platz finden, aber natürlich eine schlechtere Soundqualität bieten. „Spezial“ bedeutet zum Beispiel ein integrierter Touchscreen, wie die „Echo Show“, oder größer und mit deutlich besseren Lautsprechern, wie die „Home Max“.

Wir vergleichen heute den Standard und gerade die KI (Künstliche Intelligenz), welche in allen Versionen gleich arbeitet. In den Disziplinen Design, Suchfunktion, Musik, Alltagsbegleitung und Smart Home lassen wir die beiden Geräte gegeneinander antreten.

Design:

Die Amazon Echo gibt es inzwischen in der 2. Generation, jedoch wird ganz klar die größere „Echo Plus“, welche der 1. Generation im Aussehen gleicht, zum Kauf empfohlen. Viele Nutzer beschweren sich über die schlechte Soundqualität der neuen „Standard-Echo“. So sieht man aber der hohen, futuristischen Säule, die Zukunft förmlich an. Die „Echo Plus“ ist nur in schwarz und weiß erhältlich. Da fügt sich die Google Home angenehmer ins Wohnbild und fällt weniger auf. Ihre Form wird gerne mit einer Vase verglichen ­­– wasserdicht ist aber kein Modell. Zusätzlich kann der untere Teil ganz simpel ausgetauscht und nach persönlichem Geschmack gewählt werden. Klarer Sieger: Google Home.

Suchfunktion:

Der Google Assistant hat dank Googles Datenkrake eine enorme Stärke bei sprachgesteuerten Websuchen und greift auch auf Wikipedia-Artikel zurück. Alexa arbeitet mit Microsofts Bing und liefert häufiger ein: „Das weiß ich leider nicht.“. Ein großer Vorteil: Der Google Assistant erkennt Folgefragen, Alexa nicht. Geht man aber tiefer zu lokalen Fragen, wie Restaurants und Kinos inklusive laufendem Programm, kann Alexa auf extern entwickelte Skills (zum Beispiel „Das Örtliche“) zurückgreifen und hier zuverlässigere Antworten liefern. Dennoch gewinnt auch hier: Google Home.

Musik:

Alexa bietet die Möglichkeit vom hauseigenen „Amazon Music“, sowie von „Spotify“ (nur wenn Premium vorhanden) Songs abzuspielen. Weiterhin kann man mittels TuneIn Webradio streamen.  Der Klang ist gut und reicht für den Alltagsgebrauch völlig aus. Für Partys in einem Raum reicht auch die maximale Lautstärke 10. Mithilfe des AUX-Anschluss kann die Echo Plus auch an eine Anlage angeschlossen werden und bietet einen noch besseren Sound. Ähnlich sieht es beim Google Home aus. Dieser bietet neben Spotify und TuneIn noch Play Music, Deezer und sogar YouTube Music. Dafür ist der eigene Klang aber schlechter, kann sich aber mit einer Chromecast verbinden und so alle ihre Wireless-Lautsprecher im Haus steuern. Damit können Sie auch auf Ihrem Fernseher Netflix bedienen. Wer aber nicht unbedingt viel zusätzlich machen möchte, greift beim Thema Musik besser zur Echo Plus. Frustrierend wird es, wenn beide KI’s Playlisten oder Künstler einfach nicht verstehen wollen, da hilft manchmal nur der beherzte Griff zum Smartphone.

Alltagsbegleitung:

Kalender, Termine, Timer, Wecker und Einkaufslisten sind für beide kein Thema. Stärke von Alexa ist hier die Unterstützung verschiedener Kalenderanbieter zum Abfragen und Anlegen, sowie Erinnerungen. Ab hier greift spätestens die Hauptstärke von Alexa: Die Skills. Inzwischen 15.000 wurden in allen möglichen Rubriken entwickelt und erweitern unkompliziert die Funktionen nach eigenem Geschmack. Zwar bietet Google immer wieder per Update neue Funktionen, was aber entsprechende Geduld fordert. Weiterhin klingt die deutsche Alexa Stimme menschlicher, als die etwas zu mechanische, deutsche Google-Assistant-Stimme. Auf Englisch klingt wiederrum Googles Stimme sehr angenehm. Bei beiden ist die Schwäche lange Texte zu sprechen, wo häufiger absolut falsch betont wird. Einen weiteren kleinen Vorteil hat Amazon, weil man mit Alexa Produkte auf Amazon bestellen und auch den Status aktiver Bestellungen erfragen kann. Sieger ist folglich die Amazon Echo Plus.

Smart Home:

Auch hier punkten die Skills von Alexa was den Umfang an unterstützten Smart Home Geräten angeht. Der Google Assistant hat ein festes Portfolio an Partnern, welches sich nach und nach erweitert. In der Steuerung selbst, arbeiten beide gleich gut und erschaffen smarte Bedienungen von Lampen, Strom, Heizung, Türen und Co.: Knapper Sieger ist die Amazon Echo Plus.

Fazit:

Die Geräte haben beide ihre Vor- und Nachteile und man sollte nach seinen eigenen Bedürfnissen entscheiden. Keine der beiden Geräte ist ein Fehlgriff. Aufgrund der angenehmeren deutschen Stimme und den Skills tendiert die Redaktion zur Amazon Echo Plus.

Wer Geduld hat wird belohnt:

2018 bekommen die beiden Top-Modelle jedoch viel Konkurrenz. Apple bringt den „HomePod“ mit Siri raus, Microsoft in Partnerschaft mit Harman&Kardon einen smarten Cortana-Lautsprecher und sogar die Telekom möchte mit der „Magenta-Box“ sich am Markt platzieren. Wer also noch etwas Geduld hat, sollte abwarten was die neuen Konkurrenten taugen und sich dann erst entscheiden. Durch die erhöhte Konkurrenz werden vermutlich auch die Preise recht schnell sinken.

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